Bürgermeisterin für Bernau

Für Bernau mit Herz – die Menschen im Mittelpunkt

Ausgezeichnete Bildung & Betreuung, Stärkung von Familien

    Mit Herz, Hand und Verstand möchte ich Bernau zu einem attraktiven Wohnort für Familien mit Kindern machen. Das Herz steht dabei insbesondere für meinen Einsatz für die vielen sozialen Themen. Mit 41 Jahren und als Mutter von zwei Kindern – sowohl im Kita- als auch im Grundschulalter – weiß ich wie Sie, was es bedeutet, in der heutigen Zeit Kinder großzuziehen. Betreuungsbeiträge, Essengeld, Büchergeld, Ausflüge, Klassenfahrten und andere Ausgaben reißen tiefe Löcher in die Haushaltskassen der Eltern.

    Bildung und Betreuung

    Die Betreuungsplätze in den Kitas von Bernau sind knapp. Steigende Geburtenzahlen und Zuzug, vor allem aus Berlin, sorgen für z. T. lange Wartelisten. Ich möchte erreichen, dass für die Kinder in Bernau eine ausreichende Zahl an Kitaplätzen vorhanden ist. Außerdem halte ich es für wichtig, die zentrale Kitaplatzvergabe zu erhalten und mittelfristig auch die Zusammenarbeit mit den privaten Kitas zu verbessern.

    Auf eine familienfreundliche Entwicklung lege ich besonderen Wert. Dazu gehört auch ein höheres Maß an Flexibilität bei den Aufnahmezeiten. Eine Aufnahme in der Kita muss ganzjährig unproblematisch möglich sein und nicht nur überwiegend zum Schuljahresbeginn. Für mehr Familienfreundlichkeit ist es zudem erforderlich, die Sommerschließzeit nach Möglichkeit ganz abzuschaffen. Denn aktuell müssen Familien mit mehreren Kindern in unterschiedlichen Einrichtungen mitunter bis zu sechs Wochen Schließzeit durch Urlaub abdecken.

    Zur Sicherstellung einer angemessenen Betreuung unserer Kinder müssen selbstverständlich ausreichend Erzieher zur Verfügung stehen. Ein ausgewogenes Verhältnis von Erziehern in Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigung ist dabei überaus wichtig. Auch die Kindertagespflege ist weiter zu stärken und die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt zu verbessern. Das Wahlrecht der Eltern steht für mich an oberster Stelle. Um das Beste für unsere Kinder zu erreichen, ist ein regelmäßiger Kontakt zu den Schul- und Hortleitungen nötig. Zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Hort gilt es, den Kontakt mit dem Schulamt entsprechend zu pflegen.

    So wie heute schon in den Kitas wird es absehbar auch in den Schulen sein: Der Platz wird knapp. Das zu erwartende Wachstum der Stadt bringt nicht nur die Notwendigkeit weiterer Grundschulen mit sich. Auch im Bereich der weiterführenden Schulen und Gymnasien wird es auf absehbare Zeit Platzmangel geben. Ich halte es für außerordentlich wichtig, gerade in diesem Punkt auf Augenhöhe mit dem Kreis zusammenzuarbeiten. Zudem gilt es, den Ausbau bestehender Schulen oder einen erforderlich werdenden Neubau rechtzeitig voranzutreiben. Nur so können in drei, fünf oder auch zehn Jahren alle Bedarfe unserer Kinder und Jugendlichen möglichst wohnortnah gedeckt werden. Außerdem steht für mich fest, dass das Oberstufenzentrum erhalten bleiben muss. Auch für den Erhalt der drei Förderschulen in Bernau (Schule im Nibelungenviertel, Johanna-Schule, Robinson-Schule) möchte ich mich stark machen.

    Die ordnungsgemäße Instandhaltung von Kita- und Schulgebäuden trägt entscheidend zur Gestaltung eines optimalen Lernumfelds bei. Ich halte es für unabdingbar, regelmäßig den Sanierungs- und vor allem den Modernisierungsbedarf zu überprüfen und konsequent umzusetzen. Dabei sollen vorzugsweise lokale Unternehmen zum Einsatz kommen.

    Zudem unterstütze ich alle Bemühungen zur Abschaffung der Kitabeiträge. Dies ist längst überfällig und sollte auch in Brandenburg endlich Umsetzung finden.

    Erfolge

    Als BVB / FREIE WÄHLER haben wir uns im Kreis für Verbesserungen in der Kindertagespflege eingesetzt, die wir teilweise auch durchsetzen konnten. Um die Wiedereinführung der zentralen Kitaplatzvergabe in der Stadt haben wir uns zwei Jahre lang bemüht. Zudem ist es uns gelungen, die Parksituationen vor Kitas und Schulen zu verbessern, beispielsweise vor den Schulen im Schönfelder Weg und den Kindertagesstätten in Friedenstal. Auch soll der Schulweg zur Grundschule am Blumenhag durch eine Entschärfung der Kreuzung Im Blumenhag/Zepernicker Chaussee sicherer werden. Die Umsetzung dieses Beschlusses ist in Vorbereitung. Durch die Errichtung eines Zebrastreifens im Schönfelder Weg konnten wir dort zu einer höheren Verkehrssicherheit beitragen.

    Auf dem Weg zu mehr Familienfreundlichkeit haben wir im Rathaus zudem die Schaffung von Wickelmöglichkeiten durchgesetzt.

    Auf Kreisebene war unser Einsatz für das Oberstufenzentrum sowie für Schulgesundheitsfachkräfte erfolgreich.

    Sichere Schulwege

    Die Kinder unserer Stadt müssen je nach Wohnort teils erhebliche Wege zu ihrer jeweiligen Schule zurücklegen, was zum Teil an der Lage der Stadtteile liegt, aber auch am mangelnden Schulbusverkehr. Kinder aus der Weinbergstraße zum Beispiel werden in der Regel an der Georg-Rollenhagen-Grundschule in der Jahnstraße eingeschult, Kinder aus Eichwerder besuchen zumeist die Grundschule am Blumenhag, um nur zwei Beispiele zu nennen.

    Die Einteilung der Stadt in Einzugsgebiete für die jeweiligen Grundschulen ist sinnvoll und richtig. Aber es ist wichtig, dass alle unsere Kinder ihre Schulwege auch allein sicher bewältigen können. Dafür werde ich mich wie bisher weiter intensiv einsetzen.

    Deswegen ist es auch nötig, die Verkehrswege zu sichern. Gefährliche Kreuzungen sicherer machen, Geschwindigkeitsbegrenzungen in kritischen Bereichen festlegen – ja, es braucht kleinteilige Lösungen, und denen werde ich auch weiter nachgehen. Eine gute Zusammenarbeit mit der Polizei in Bernau ist unabdingbar, um die (Verkehrs-)Sicherheit unserer Kinder zu erhöhen.

    Damit die Schüler aus den verschiedenen Ortsteilen ihren Schulweg sicher mit dem Fahrrad zurücklegen können, halte ich es für notwendig, den Ausbau eines sicheren Radwegenetzes voranzutreiben.

    Jedes Kind unserer Stadt sollte außerdem berechtigt sein, den Bus zur Schule zu nutzen, unabhängig von der Entfernung zwischen Schule und Wohnort. Darum werde ich mich in Zusammenarbeit mit dem Kreis bemühen.

    Erfolge

    Einige der Bemühungen von BVB / FREIE WÄHLER, die Schulwege sicherer zu gestalten, haben sich bereits ausgezahlt. So wird auf unseren Antrag hin entlang des viel befahrenen Schönfelder Weges ein Schutzgitter errichtet. Zudem wird die Straßenverkehrsbehörde die Errichtung eines Zebrastreifens vor der Kita, das Aufbringen eines Piktogramms und eine Vergrößerung des 30er-Zone-Schildes zu Beginn des Schönfelder Weges prüfen. Entlang des Radweges zwischen Börnicke und Bernau wurde eine neue Beleuchtungsanlage installiert. Auch soll der Schulweg zur Grundschule am Blumenhag durch eine Entschärfung der Kreuzung Im Blumenhag/Zepernicker Chaussee sicherer werden. Die Umsetzung dieses Beschlusses ist derzeit in Vorbereitung.

    Generationen verbinden, Barrierefreiheit forcieren

    Ich bin die Kandidatin, die die heutige Lebenswelt junger Menschen versteht und zwischen der jüngeren und der älteren Generation vermitteln kann. Wir alle wollen junge Menschen auch nach der Schulzeit in Bernau halten. Auch müssen wir den älteren Bernauern einen lebenswerten Alltag schaffen.

    Nach dem Vorbild des städtischen Seniorenbeirates möchte ich eine Schnittstelle etablieren, mit der auch die Anliegen der Jugend gegenüber der Stadtverordnetenversammlung und auch der Verwaltung effektiver vertreten werden können. Mein oberstes Ziel dabei ist es, dass beide – Seniorenbeirat und „Jugendbeirat“ – generationsübergreifend zur Verbesserung der Kommunikation untereinander beitragen.

    Zur Sicherung der Teilhabe eines jeden am politischen Geschehen erachte ich es für sinnvoll, den Beirat für Menschen mit Behinderung direkt zu wählen. Im Sinne der Inklusion ist es mir zudem ein wichtiges Anliegen, den Ausbau der Barrierefreiheit in allen Bereichen voranzutreiben. So können beispielsweise Schulen durch Fahrstühle besser zugänglich gemacht und Zugänge zu Spielplätzen barrierefrei gestaltet werden. Auch Ampeln möchte ich barrierefrei ausbauen lassen.

    Mehr kostenfreies WLAN im Stadtgebiet und die Nutzung neuer Kommunikationswege der Stadtverwaltung im Internet und auf Social Media sind für mich ein wichtiger Bestandteil, um die jüngere Generation einzubeziehen.

    Unsere Gesellschaft wird älter, und wir müssen gemeinsam Antworten finden, wie das Zusammenleben der Generationen gut funktionieren kann. Die Stadt hat bereits in der Vergangenheit viel für Senioren getan. Ich denke aber, dass auch hier noch mehr möglich ist. Das beginnt bei kleinen Maßnahmen wie mehr Sitzmöglichkeiten im öffentlichen Raum und geht hin zu größeren Ideen, wie zum Beispiel einer erweiterten Nachbarschaftshilfe. Es braucht nicht immer große Kosten oder Organisationsaufwand, um das Leben leichter zu machen.

    Die Nachbarschaftshilfe kann viel dazu beitragen, dass Senioren so lange wie möglich zu Hause leben und sich selbst versorgen können. Natürlich müssen dafür auch die ärztliche Versorgung und die wichtigsten Dinge des täglichen Bedarfs wohnortnah vorhanden sein.

    Ich möchte das Projekt „Solidarische Nachbarschaft“ einführen, bei dem sich die jüngeren Bernauer für die ältere Generation einsetzen. Besonders in den eher ländlichen Teilen Bernaus sind die Menschen einfach aufeinander angewiesen. Um besonderes Engagement von Jugendlichen zu würdigen, wäre für mich auch die Einführung eines Beteiligungspreises denkbar.

    Andersherum können auch die Allerjüngsten von den Senioren profitieren, z. B. als Lesepaten oder „Ersatz-Großeltern“. Auch sollte an den städtischen Kitas und Schulen etabliert werden, dass bereits aus dem aktiven Berufsleben ausgeschiedene Erzieher und Lehrer bei Engpässen die Betreuung der Kinder unterstützen. So könnten Personalausfälle punktuell kompensiert werden, ohne die Betreuungsleistungen einschränken zu müssen.

    Im Hinblick auf die Freizeitgestaltung setze ich mich für die Etablierung generationsübergreifender Projekte ein. Ich möchte erreichen, dass Treffpunkte aufgebaut werden, in denen ein stetiger Austausch ermöglicht wird und dass auch außerhalb von Vereinen mehr Sportmöglichkeiten vorhanden sind. Hierzu gehört für mich ebenso, die Spielplätze der Stadt kleinkindgerecht zu erweitern.

    Erfolge

    Erfreulicherweise konnten durch den Einsatz von BVB / FREIE WÄHLER bereits erste Erfolge in Sachen Barrierefreiheit erzielt werden. Aus dem Antrag zu barrierefreien Spielplätzen ist eine Steuerungsgruppe entstanden. Das Bürgeranliegen, Taster an Ampelanlagen nachzurüsten, fand ebenfalls eine Mehrheit.

    Lesen Sie das ausführliche Wahlprogramm hier.